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Gabriel und Borloo setzen CO2-Arbeitsgruppe ein
Im Streit um die geplanten Klimaschutz-Vorgaben der EU für Autos wollen Deutschland und Frankreich einen gemeinsamen Kompromissvorschlag vorlegen. Erarbeiten soll diesen eine Arbeitsgruppe, in der neben den Vertretern der Umweltministerien beider Länder auch Vertreter der Autoindustrie sitzen. Darauf verständigten sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und sein französisches Pendant Jean-Louis Borloo beim 16. deutsch-französischen Umweltministerrat in Goslar. Die Arbeitsgruppe solle sich noch im Februar zum ersten Mal treffen. Mehr
Alle Mann gegen das CO2-Gesetz
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nannte sie einen "Wettbewerbskrieg" gegen deutsche Konzerne, Umweltgruppen bekämpfen sie ebenso verbittert wie Vertreter der Autoindustrie: die CO2-Vorgaben der EU-Kommission. Wer hat nun Recht? FTD-Online stellt die verschiedenen Positionen vor. Mehr
Gabriel kritisiert EU-Klimapolitik
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat von der EU beim Klimaschutz mehr Rücksicht auf Fragen des Wettbewerbs in der Automobilbranche sowie in den Branchen Stahl, Zement und Chemie verlangt. Gabriel stellte sich im Bundestag zwar hinter das Ziel der EU, den CO2-Ausstoß von Neuwagen auf durchschnittlich 120 Gramm pro Kilometer zu begrenzen; er erneuerte aber die Forderung, dies dürfe die in Deutschland ansässigen Hersteller großer Fahrzeuge nicht benachteiligen. Zugleich verlangte Gabriel von der EU sowie weltweit größere Anstrengungen für mehr Energieeffizienz.
Gabriel lobte in seiner Regierungserklärung zu den Ergebnissen der UN-Klimakonferenz von Bali die grundsätzliche Übereinstimmung zwischen Bundesregierung und Kommission bei der Reduzierung von Treibhausgasen; im Streit um die Emissionsgrenzen von Neuwagen forderte er aber die Kommission auf, ihre Vorschläge so zu überarbeiten, dass sie wettbewerbsneutral seien. Darüber hinaus verlangte Gabriel, energieintensive Unternehmen in den Branchen Stahl, Zement und Chemie müssten auch künftig kostenlose Emissionsrechte erhalten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden. Mehr
EU uneins über CO2-Grenzwert für Autos
Im Streit über die EU-Klimaschutzauflagen für Autos tritt das Europaparlament auf die Bremse. Die Abgeordneten sprachen sich in Straßburg mehrheitlich für die Einführung verbindlicher CO2-Grenzwerte erst ab 2015 aus. Die EU-Kommission hatte als Einstiegsdatum 2012 vorgeschlagen. Auch den von der Kommission vorgeschlagenen Durchschnittswert von 120 Gramm CO2 je gefahrenen Kilometer hält eine Mehrheit des Parlaments für zu streng und plädierte stattdessen für 125 Gramm. Mehr
Europaparlament fordert erneut CO2-Limits für Pkw erst ab 2015
Zum Schutz der europäischen Autohersteller sollen CO2-Emissionsgrenzwerte für Pkw in der EU nicht vor 2015 verbindlich festgelegt werden. Das hat das Europäische Parlament am Dienstag erneut mit großer Mehrheit gefordert. Die Abgeordneten unterstützten einen Resolutionsentwurf des FDP-Abgeordneten Jorgo Chatzimarkakis zu dem Bericht der Expertengruppe Cars 21, in der gefordert wird, die "reelle Marktlage" in der EU zu berücksichtigen und der Kfz-Branche keine "unrealistischen" Zielvorgaben aufzubürden. Mehr
Öko-Kurs stützt Absatz
In Frankreich sind die Verkäufe von großen deutschen Autos kurz vor Neujahr hochgeschnellt. Ursache ist ein neuer Umwelterlass. Mehr
Daimler muss in USA zahlen
Was in der EU bislang nur geplant ist, wird in den USA bereits praktiziert. Der Staat bittet Klima-Unholde unter den Autoherstellern zur Kasse. Nun hat es Daimler heftig erwischt. Mercedes feiert 2007 dennoch als sehr erfolgreich in den USA. Strafzahlungen seien nichts Neues, heißt es lapidar. Mehr
Klimapolitik: CO2-Sünder verteuern Autos um bis zu 1300 Euro
enige Tage vor Weihnachten hat die EU-Kommission der deutschen Autoindustrie die Festtagsfreude verdorben. Der Plan der Brüsseler Behörde, bis 2012 den Kohlendioxidausstoß von Neuwagen deutlich zu begrenzen und Klimasünder mit Strafen zu belegen, zwingt vor allen die Hersteller von Oberklasse-Fahrzeugen zu einer deutlichen Senkung des Spritverbrauchs. Mehr
Glos spricht von "Vernichtungsfeldzug"
Mit drastischen Worten hat die Bundesregierung gegen die CO2-Steuerpläne der EU für Neuwagen protestiert. Die Koalition helfe der "Spritfresser-Industrie" spotten die Grünen.Mehr
Deutsche drohen Barroso im Abgasstreit
Deutsche Politiker machen mobil gegen die EU-Pläne zur Verminderung des CO2-Ausstoßes von Autos: Führende Europaparlamentarier von CDU und CSU drohen Kommissionschef José Manuel Barroso. Mehr
Schadstoffausstoß: Gabriel stellt sich vor Autoindustrie
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den Vorschlag der EU-Kommission zur Verringerung des Schadstoffausstoßes heftig kritisiert. "Der Richtlinienvorschlag der EU zum CO2-Ausstoß hat nichts mit Klimaschutz zu tun, sondern ist ein Wettbewerbskrieg gegen die deutschen Autohersteller", sagte Gabriel am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Mehr
Teure Zeiten für deutsche Autobauer
Die Brüsseler CO2-Einsparpläne bedrohen nach Ansicht von Niedersachsens Ministerpräsidenten Wulff deutsche Arbeitsplätze. Einer Studie zufolge könnten Premiumfahrzeuge mit der CO2-Steuer bis zu 4000 Euro teurer werden.Mehr
Strafen für Spritfresser : Berlin sorgt sich um Autohersteller
Berlin . Pläne der Europäischen Kommission, umweltbelastende Autos künftig mit Sanktionen in Milliardenhöhe zu bestrafen, lösen bei der Bundesregierung und in der Industrie Alarm aus. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe am Rande des EU-Gipfeltreffens gegenüber Kommissionschef José Manuel Barroso Bedenken geäußert, hieß es dazu am Freitag aus Regierungskreisen. Mehr
EU-Streit um Abgase: Lobbys ringen um CO2-Strafen
Kurz vor dem Vorschlag der Kommission zu CO2-Grenzwerten für PKW streiten Auto- und Umweltvertreter über Strafen, Gewicht und große Schlitten. Mehr
Kohlendioxid-Grenzwerte der EU: Der Autobranche drohen Milliardenstrafen
Den europäischen Autoherstellern drohen wegen der geplanten strikten Grenzwerte für den Kohlendioxidausstoß von Neuwagen Milliardenstrafen. Wie aus einer internen Untersuchung der Europäischen Kommission zu den Folgen der Vorgaben hervorgeht, müssten die Hersteller schon bei einer Überschreitung der künftigen Grenzwerte um im Durchschnitt zwei oder drei Gramm mehrere Milliarden Euro zahlen. Mehr
Daimler/Weber: EU kommt deutscher Autoindustrie entgegen
Die Europäische Kommission kommt der deutschen Automobilindustrie im Streit über die Grenzwerte für den Kohlendioxidausstoß der Fahrzeuge entgegen. Es zeichne sich ab, dass es eine Regelung der Grenzwerte nach Gewichtsklassen geben werde, sagte Daimler-Vorstand Thomas Weber dem "Handelsblatt" (HB - Mittwochausgabe) am Rande der Handelsblatt-Jahrestagung Automobilindustrie in Frankfurt. Mehr
À l'attaque: Französische Strafsteuer-Pläne erzürnen deutsche Autoindustrie
Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy sorgt mit seiner geplanten Strafsteuer auf spritfressende Autos für mächtigen Zoff in der Europäischen Union. "Industriepolitik durch die Hintertür" wirft ihm Matthias Wissmann, oberster Autolobbyist in Deutschland, vor. Eine solche "Attacke" habe "nichts mit der europäischen Idee" zu tun, wettert der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Mehr
"Weniger Abgase in allen Klassen" Deutsche Autoindustrie attackiert europäische Pläne zur Reduzierung der Emissionen
Jeder Autohersteller muss in allen Fahrzeugklassen die beste Reduktion von Kohlendioxid erreichen." Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), wendet sich gegen Pläne für eine europäische Regelung zugunsten der Kleinwagen-Konzerne aus Frankreich und Italien. Die würde sich gegen die deutschen Hersteller richten. Die EU-Kommission will ihr Konzept kurz vor Weihnachten vorstellen. Mehr
"Weniger Abgase in allen Klassen" Deutsche Autoindustrie attackiert europäische Pläne zur Reduzierung der Emissionen
Die EU will im Kampf gegen die Umweltverschmutzung die Autoindustrie stärker in die Pflicht nehmen. Ab 2012 dürfen Neuwagen in Europa durchschnittlich nur noch 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Mehr
CO2-Emissionen von Neuwagen in der EU: Deutsche Autokonzerne bilden Schlusslicht
Der Druck der deutschen Autokonzerne auf die "Klimakanzlerin", die von der EU-Kommission geplante Senkung der durchschnittlichen CO2-Emissionen bis 2012 auf 120 g/km zu verwässern, lässt sich nach einer Studie des Institute for European Environmental Policy (IEEP) für die Umweltorganisation Transport and Environment (T&E) nachvollziehen. Danach haben deutsche Autohersteller die durchschnittlichen CO2-Emissionen bei Neuwagen noch 2006 um 0,6 Prozent erhöht, während sie von den französischen und italienischen Herstellern um 1,6 Prozent reduziert wurden. Mehr
Gastkommentar: Zehn Gramm wiegen schwer
Beim Schönheitsideal für Autos darf es gerne etwas mehr sein. Die Reifen groß, der Antrieb Allrad, inklusive Kuhfänger und viel Extrablech. Das Ergebnis: tonnenschwere Geländewagen, die heute mehr und mehr das Bild auf Deutschlands durchaus wegsamen Straßen prägen. Mehr
Autoindustrie hofft auf Hilfe der EU
Mit Vehemenz warnt der Verband der Automobilindustrie die Europäische Kommission vor irrationalen Klimaschutz-Vorgaben. Gleichzeitig setzt er sich für eine Vereinheitlichung der Vorschriften in Europa und den USA ein, einem der wichtigsten Absatzmärkte vor allem auch deutscher Hersteller. "Es gibt wohl kaum eine Industrie, die über dem Atlantik so viel Geld vernichtet wie die Autoindustrie", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Abend der Automobilindustrie auf der Branchenmesse IAA. Dies liege teils an den unterschiedlichen technischen Anforderungen und Prüfverfahren, vor allem aber an divergierenden Strategien der Politik. Mehr
Gabriel kündigt scharfe Grenzwerte für Luxusautos an
[...] Vor zwei Wochen hatte er aber auch deutlich gemacht, dass unterschiedliche Kohlendioxid(CO2)-Werte für große, mittlere und kleine Autos nicht bedeuten, dass die ganze Einsparlast auf großen Karossen liegen soll. Die CO2-Einsparungen würden im wesentlichen von der Masse der Mittelklassewagen und kleinen Autos zu erwarten sein. Derzeit berät die EU, wie sie die Hersteller dazu bringen kann, ab 2012 den durchschnittlichen Richtwert von 120 Gramm C02 pro Kilometer zu erreichen. [...] Mehr
Klimasteuer auf Luxusautos geplant
[...] Die Branche wehrt sich vehement gegen den EU-Plan, neue Grenzwerte für CO2 ab 2012 festzulegen. Die Vorgaben müssten daher mit Strafen durchgesetzt werden, meint selbst das der Branche wohlgesonnene Wirtschaftsministerium. "Leider müssen wir davon ausgehen, dass es ohne Sanktionen nicht gehen wird", sagte Wuermeling. "In Frage kommen hier Sanktionszahlungen oder die Teilnahme am EU-Emissionshandel." Das aber hat der Verband der Deutschen Automobilindustrie schon abgelehnt. EU-Industriekommissar Günter Verheugen hatte dies im Januar erstmals vorgeschlagen. [...] Mehr
Porsche droht EU mit Klage
Große Töne beim Stuttgarter Sportwagenhersteller: Porsche will sich gegen die Pläne der EU wehren, verbindliche Abgaswerte einzuführen. Notfalls, so die Drohung, werde man dagegen klagen. Mehr
Autofahrer sollen der Industrie beim CO2-Sparen helfen
Europäischer Branchenverband will auch Ölindustrie und den Staat einbeziehen / Umwelthilfe: Verbrauchsangaben sind untertrieben. Mehr
"Alle Hersteller müssen einen Beitrag leisten"
Die EU-Kommission plant, den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis zum Jahr 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer zu senken. EU-Industriekommissar Günter Verheugen warnte in diesem Zusammenhang vor Spekulationen über mögliche Benachteiligungen für deutsche Autohersteller. Klar sei jedoch, dass die Hersteller großer Wagen einen größeren Beitrag leisten müssten und sich von der Verpflichtung zum Bau sauberer Autos nicht freikaufen könnten. Mehr
Abgeordnete wollen EU-Klimaschutzauflagen für Autos verschärfen
Brüssel (AP) In der Debatte über Klimaschutzauflagen für Autos zeichnet sich im EU-Parlament eine harte Linie ab: Der Umweltausschuss forderte am Mittwoch, der Kohlendioxid-Ausstoß von Neuwagen müsse allein mit technischen Innovationen auf 120 Gramm pro Kilometer gesenkt werden. Damit ging der Ausschuss über den Vorschlag der EU-Kommission hinaus, wonach über technische Neuerungen nur ein Grenzwert von 130 Gramm erreicht werden soll. Zwar will auch die Kommission einen globalen Grenzwert von 120 Gramm erreichen, dabei aber die Nutzung von Biokraftstoffen anrechnen. Der Vorschlag des Umweltausschusses würde bedeuten, dass die Autohersteller die CO2-Ersparnis praktisch allein erbringen müssen. Mehr
Autolobby setzt auf Brüssel
Die deutsche Autoindustrie sieht sich auf einer Linie mit EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. Dieser habe sich am Wochenende für eine segmentbezogene Behandlung der Fahrzeuge beim CO2-Ausstoß ausgesprochen. So zumindest deutet der Präsident des Branchenverbands VDA, Matthias Wissmann, Bemerkungen des hohen Beamten aus Brüssel. Das sei zwar von vielen nicht wahrgenommen worden, aber "wir haben das sehr wohl gehört". Mehr
Autoindustrie attackiert Brüsseler Umweltpolitiker
Deutsche und französische Autohersteller wehren sich gegen das von der Europäischen Union ausgegebene CO2-Ziel. Für Porsche-Chef Wiedeking sind die Pläne "völlig weltfremd“. Mehr
Ein Besuch im Autozoo
EU-Umweltkommissar Dimas droht den Autokonzernen harte Sanktionen an, sollten sie die geplanten Zielwerte für den CO2-Ausstoß nicht einhalten. Welche Folgen hätte das für die deutschen Autobauer? Mehr
Autokonzerne legen sich mit EU an
Zum Start der Automesse IAA sind die zerstrittenen Autobauer auf einen gemeinsamem Konfrontationskurs zu den Klimaschutzplänen der EU eingeschwenkt. Das Ziel, den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer zu begrenzen, sei "völlig weltfremd" sagte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking gegenüber dem Handelsblatt. Mehr
CO2-VERSPRECHEN DER AUTOHERSTELLER : Offenbarungseid vor der IAA
Ausgerechnet vor der Internationalen Automobilausstellung: Ein Umweltverband hat errechnet, dass die europäische Autoindustrie ihre freiwillige Selbstverpflichtung zur Senkung des CO2-Ausstoßes verfehlt. Statt den Vorwurf mit eigenen Zahlen zu kontern, setzen die Hersteller auf kreative Statistik. Mehr
Europäische Automobilindustrie mit Negativrekord beim Klimaschutz
CO2-Emissionen der in Europa neu verkauften Pkw sinken nur noch um 0,2 Prozent – Schlechtestes Ergebnis seit 10 Jahren – Deutsche Umwelthilfe fordert EU-Parlamentarier auf, sich für eine schnelle Festlegung verbindlicher CO2-Grenzwerte einzusetzen. Mehr
Spritfresser sollen für ihren Hunger bezahlen
Als die Grünen vor einigen Jahren einen höheren Benzinpreis forderten, protestierte das ganze Land. Heute scheinen solche Forderungen selbstverständlich. So sollen spritfressende Autos nach dem Willen des Umweltbundesamtes mit einer Spezialgebühr belastet werden. Mehr
Deutsche Autobauer geben sich grün
Die Internationale Automobilausstellung (IAA) soll im Zeichen des Klimaschutzes stehen. Die Autoindustrie kämpft trotzdem dafür, dass dicke Autos mehr verbrauchen dürfen. Mehr
Wissmann wirbt mit Öko
Der VDA-Präsident kündigt eine Umweltoffensive der deutschen Hersteller auf der 62. Internationalen Automobilausstellung an. Mehr
"Deutsche Marken sind weltweit vorn"
Der Präsident des Automobilverbandes, Matthias Wissmann, über die ökologische Konkurrenzfähigkeit deutscher Autos Mehr
"Porsche baut eigentlich keine Autos"
Besser als übermotorisierte Kraftfahrzeuge mit höheren Abgaben zu belegen wäre es, eine Obergrenze für die Leistung von PKW durchzusetzen. Warum, erklärt Ökonom Hans-Jochen Luhmann. Mehr
Autohersteller beschönigen CO2-Angaben
Die Herstellerangaben zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) von Autos sind geschönt. Ein Test von "ARD-Ratgeber Auto Verkehr" ergab: Von fünf getesteten Fahrzeugen hat nur eines den vom Hersteller angegebenen CO2-Wert erreicht. Mehr
Klimaprogramm der Regierung steht
Die Staatssekretäre der vier für Klimaschutz zuständigen Ministerien verständigten sich auf 30 Maßnahmen, die zu einer 40-prozentigen Reduzierung der Treibhausgase bis 2020 führen sollen. Das Klimaprogramm betrifft die Industrie ebenso wie den Verkehr, die Stromversorgung und das Beheizen von Gebäuden, hieß es am Mittwoch aus Regierungskreisen. Das Kabinett will das Maßnahmenpaket in der kommenden Woche bei einer Klausurtagung auf Schloss Meseberg beschließen. Mehr
Kommentar: Abgehängt
Die Vorstellung der umweltfreundlichsten Fahrzeuge durch den Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist seit Jahren für die deutsche Autoindustrie eine peinliche Veranstaltung. Zeigt die Hitliste doch eindrucksvoll, wie sehr die heimischen Hersteller die Zeichen der Zeit verkannt haben. Wenn Autokäufer sich möglichst schonend für Klima und Mitmenschen fortbewegen wollen, landen sie fast zwangsläufig bei Modellen aus Japan und Frankreich. Mehr
Mäßige Noten für deutsche Autos
"Ein nachhaltiges Umdenken deutscher Automanager steht noch aus", kritisiert Gerd Lottsiepen. Entgegen eigener Versprechen werde der Klimaschutz bisher nicht ernst genug genommen, meint der Experte des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Die dringend nötige Verringerung des Spritverbrauchs und damit des Schadstoffausstoßes werde durch "mehr Luxus, Größe und Gewicht der Autos zunichte gemacht". Mehr
Kommentar: Spritfresser müssen teurer werden
Die neue Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland ist auf dem Markt. Wer will, kann sie beim nächsten Autokauf nutzen und die eigene CO2-Bilanz verbessern. So weit, so gut. Nur: Diese Liste ist keine neue Erfindung. Es gibt sie bereits seit 18 Jahren, inwieweit sie von Autokäufern genutzt wird, ist unbekannt. Ein Blick auf die Kohlendioxidemission neu verkaufter Pkws in Deutschland lässt ahnen: Der Kunde ist noch immer stärker an Image und Pferdestärken interessiert als am Verbrauch. Anders ist ein Durchschnittswert von 170 Gramm CO2 pro Kilometer nicht zu erklären. Mehr
Autohersteller kapitulieren vor CO2-Vorgaben
Deutsche Fahrzeugbauer halten es nicht mehr für möglich, bis 2012 den von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwert einzuhalten. Die Konzerne sehen das Problem jedoch nicht nur in der langen Entwicklungszeit für neue Technologien. Auch die Akzeptanz beim Kunden spielt eine Rolle. Mehr
EU-Kommissar springt deutschen Autobauern bei
EU-Industriekommissar Günther Verheugen will die Hersteller größerer Autos im Ringen um europäische Schadstoff-Grenzwerte für Neuwagen nicht einseitig belasten. "Der Grenzwert kann nicht für jedes Auto derselbe sein. Es ist ein Naturgesetz: Je mehr Masse ich bewege, desto mehr Energie brauche ich", sagte der Vizepräsident der EU-Kommission der "Bild am Sonntag". Ob die Unterscheidung nach Gewicht oder nach anderen technischen Merkmalen vorgenommen werde, sei noch nicht entschieden. Der Vorschlag der Kommission werde im Dezember, spätestens in der ersten Jahreshälfte 2008 erwartet. Mehr
Autokonzerne auf Kollisionskurs
Brüssel/München - Europas Autokonzernen streiten über EU-Pflichten zum Klimaschutz. Deutsche Hersteller wehren sich dagegen, den Großteil der Kosten von bis zu 3000 Euro pro Fahrzeug zu übernehmen. "Wenn wir uns nicht einigen, dann gibt es Krieg", wird ein deutscher Vorstandschef zitiert.
SZ, Seite 23, leider nicht online verfügbar.
Europas Autochefs bekriegen sich wegen CO2-Zielen
Statt Seit an Seit kämpfen sie gegeneinander: Die Autobosse in der EU streiten hart wie nie über die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Laut "SZ" ist schon von einem "Krieg" die Rede - weil die Kleinwagenhersteller ein Klimakiller-Limit für jedes Unternehmen fordern. Mehr
Öko-Kurs stützt Absatz
In Frankreich sind die Verkäufe von großen deutschen Autos kurz vor Neujahr hochgeschnellt. Ursache ist ein neuer Umwelterlass. Mehr
Öko-Kurs stützt Absatz
In Frankreich sind die Verkäufe von großen deutschen Autos kurz vor Neujahr hochgeschnellt. Ursache ist ein neuer Umwelterlass. Mehr
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In Frankreich sind die Verkäufe von großen deutschen Autos kurz vor Neujahr hochgeschnellt. Ursache ist ein neuer Umwelterlass. Mehr
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Öko-Kurs stützt Absatz
In Frankreich sind die Verkäufe von großen deutschen Autos kurz vor Neujahr hochgeschnellt. Ursache ist ein neuer Umwelterlass. Mehr
Neuwagen sollen nach Willen von Tiefensee Klima-Pass haben
Der Klima-Pass soll den CO2-Ausstoß des Autos anzeigen und das in Relation zur Nutzlast. Tiefensee will so die Transparenz beim Autokauf erhöhen. Geplant ist eine einfach zu verstehende Kennzeichnung, ähnlich der Energieklasseneinteilung bei Kühlschränken. Während der ADAC das Vorhaben begrüßte, reagierten die Autohersteller ablehnend. Mehr
Neue Steuer schont alte Klimasünder
Die an CO2-Emissionen orientierte Kfz-Steuer soll nur für Neuwagen gelten. Und große Spritfresser sollen nur wenig teurer werden. Umweltschützer fürchten geringe Wirkung. Es geht auch anders: Schweden zahlt für Ökoautos 1.100 Euro Prämie Mehr
EU entschärft Klimaschutzvorgaben für Autobauer
Die EU-Kommission hat ihre Klimaschutzvorgaben für die Autobauer auf Druck der Bundesregierung und der deutschen Hersteller entschärft. Mehr
Autoindustrie kämpft für ein besseres Image
Ex-Minister Matthias Wissmann neuer Cheflobbyist - Hersteller wollen auf modernes Öko-Marketing setzen Mehr
Porsche ist Spitze beim CO2-Ausstoß
Deutsche und US-amerikanische Hersteller kommen bei der Studie der Schweizer Unternehmensberatung Centre Info schlecht weg. Allen voran Porsche: Der Hersteller habe während der gesamten Wertschöpfungskette den höchsten CO2-Ausstoß unter den Automobilherstellern. Dessen Sportwagen pusten durchschnittlich 321 Gramm CO2/km in die Umwelt. Doch einen kleinen Trost gibt es: Diese schlechte Umweltbilanz relativiere sich dadurch, dass Porsche lediglich 100.000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufe, berichtete die Schweizer Umwelt-Zeitschrift "LaRevueDurable" über die Studie. Mehr
Klimaforscher warnen vor Auto-Flut
In großen Teilen der Autoindustrie dürfte der neue Uno-Bericht mit spitzen Fingern angefasst werden. Nur technische Innovationen können den Treibhausgas-Ausstoß des Verkehrs kurzfristig senken, heißt es. Und das nicht zu knapp: Bei gleichen Kosten lasse sich im Pkw-Bereich vermutlich drei bis vier Mal mehr Kohlendioxid (CO2) vermeiden als etwa in der Zivilluftfahrt, schreibt der Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC) im dritten Band seines neuen Sachstandsberichts. Mehr
Gabriel wirft Kfz-Industrie Versagen bei Klimaschutz vor
m Ringen um mehr Klimaschutz wird der Ton rauer. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel warf der Autoindustrie am Wochenende Versagen vor. Deutsche Autofirmen seien im Vergleich zu asiatischen Hybridprodukten technisch "nicht auf Ballhöhe". Mehr
Tanktouristen frisieren Deutschlands CO2-Bilanz
Neun Prozent CO2 hat Deutschland seit 1999 gespart - behauptet die Autolobby. Das ist übertrieben und falsch. Die Reduktion kommt vor allem dadurch zustande, dass deutsche Autofahrer immer öfter im billigen Ausland tanken und damit die Bilanzen der Nachbarländer belasten. Mehr
Hybrid-Hype bedroht die Spritschlucker
Die Automobilhersteller üben auf dem Genfer Autosalon den Spagat zwischen Fahrspaß und Klimawandel. Japanische und französische Konzerne machen dem umweltbewussten Kunden neue Angebote, Audi und BMW hinken noch hinterher. Mehr
Autohersteller entdecken Umwelttechnik
Die Klimaschutzdiskussion zeigt erste Wirkungen. Neben PS-Boliden nehmen auf dem 77. Autosalon in Genf verbrauchsarme Fahrzeuge und auch studien immer mehr Platz ein. Mehr
Klimasiegel fürs Auto
Politiker überschlagen sich mit neuen Vorschlägen zum Klimaschutz. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) kündigte am Wochenende eine Ökoplakette an, die in Zukunft den Energieverbrauch von neuen Autos angeben soll. "Wir brauchen ein einfaches System wie bei Kühlschränken oder Waschmaschinen, wo jeder mit einem Blick den Energieverbrauch eines Neuwagen erfassen kann", sagte Tiefensee der Welt am Sonntag. Für das Auto-Ökosiegel will Tiefensee in Kürze ein Konzept vorlegen. Das neue Energielabel ist eine weitere Maßnahme der Bundesregierung, den klimaschädlichen Auswirkungen des Autoverkehrs Rechnung zu tragen. Mehr
CO2-Debatte - Köhler fordert Umdenken der Autohersteller
Bundespräsident Köhler schaltet sich in die CO2-Debatte ein: Er wirft deutschen Automobilkonzernen fehlende Anstrengungen beim Bau umweltfreundlicher Modelle vor. Die Autobauer reagieren gereizt - die Forderungen aus Brüssel seien "unrealistisch". Mehr
Autoindustrie verfehlt Klimaschutz-Ziele
Der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß von Neuwagen in Deutschland ist trotz aller Bekenntnisse der Autoindustrie praktisch nicht zurückgegangen. Dabei liegen die richtigen Konzepte angeblich längst in der Schublade.
MehrBUND: Deutsche Autohersteller müssen mehr gegen CO2-Ausstoß tun
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat die deutschen Autofirmen zu stärkeren Anstrengungen zur Verminderung des Treibhausgases CO2 aufgefordert. Mehr
Neue Kfz-Steuer - Länder bremsen Tiefensees Offensive
Die Kfz-Steuer soll künftig von den Emissionen eines Autos abhängen. Dieser Plan von Verkehrsminister Tiefensee stößt auf Zustimmung von der Autoindustrie bis zu den Grünen. Deutlich zurückhaltender zeigen sich die Länderfinanzminister: Sie sprechen von einem "Schnellschuss". Mehr
Regierung will KFZ-Steuer nach Schadstoffen bemessen
Im Mittelpunkt solle nicht mehr die Größe des Motors, sondern die Umweltverträglichkeit stehen, sagte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee am Wochenende in Berlin. Damit würden Autos teurer, die die Umwelt durch Kohlendioxid-Ausstoß und weitere Abgase stärker belasteten als andere. Besitzer umweltfreundlicherer Autos sollten dagegen belohnt worden. Die Industrie, der ADAC und der Verkehrssicherheitsrat begrüßten das Vorhaben. Die Kunden erhielten damit einen zusätzlichen Anreiz, ihr altes Auto durch ein neues und kraftstoffeffizienteres Fahrzeug zu ersetzen, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk. Umweltpolitiker von Union und SPD plädierten dafür, angesichts der drohenden Klimakatastrophe die gesamte Energiebesteuerung umzustellen. Mehr
CO2-Steuer soll noch 2007 kommen
Die Umstellung der Kfz-Steuer auf den Ausstoß von Kohlendioxid soll nach Angaben des Bundesumweltministeriums schon 2007 beschlossen werden. "Das werden wir in diesem Jahr noch umsetzen", sagte Staatssekretär Matthias Machnig im RBB-Inforadio. Die Gespräche mit dem federführenden Finanzministerium hätten begonnen. "Wir werden in diesem Frühjahr ein Eckpunktepapier beziehungsweise dann einen Gesetzentwurf vorlegen", sagte Machnig. Man werde die Vorgaben des Koalitionsvertrages in jedem Fall erfüllen.
Erst vergangene Woche hatte die Europäische Kommission auf Druck der Bundesregierung und der Autohersteller die Obergrenze für den CO2-Ausstoß von Kraftfahrzeugen auf 130 Gramm je Kilometer festgelegt. Mehr
Ruf nach CO2-Steuer für Autos wird lauter
Angesichts des zunehmenden Klimawandels wächst der Druck auf die Bundesregierung, endlich wie versprochen eine CO2-Steuer für Autos einzuführen. Die Forderung kommt nicht nur von den Grünen, sondern auch von der Industrie.
Grünen-Chef Reinhard Bütikofer sagte der Süddeutschen Zeitung, die bisherige Kfz-Steuer müsse dringend umgewandelt werden. Künftig sollten Autos nicht mehr nach Hubraum, sondern nach Kohlendioxid-Ausstoß besteuert werden.
Außerdem müssten öffentliche Einrichtungen verpflichtet werden, nur noch schadstoffarme Dienstwagen anzuschaffen. In Deutschland ist jeder vierte Neuwagen ein Dienstwagen. Auch deren steuerliche Privilegierung müsse ,,ökologisiert‘‘ werden, sagte Bütikofer. Mehr
Deutschland ist zum Bremser geworden
Im Streit um die Abgaswerte von Autos hat die Bundesregierung erfolgreich eine Richtlinie aus Brüssel entschärft. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE kritisiert SPD-Umweltpolitiker Bülow das Einknicken gegenüber der Autolobby und zeigt sich enttäuscht von den SPD-Ministern.
SPIEGEL ONLINE: Heute hat die EU-Kommission eine neue Richtlinie zu den Pkw-Emissionsgrenzen vorgelegt. Bis 2012 soll die europäische Neuwagenflotte im Durchschnitt nicht mehr als 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Ursprünglich waren 120 Gramm vorgesehen, auf Druck der Bundesregierung wurde die Vorschrift weichgespült. Kann man noch von einer Vorreiterrolle Deutschlands im Klimaschutz sprechen?
Marco Bülow (umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion): Im Bereich der Autoabgase ist Deutschland jetzt zum Bremser geworden. Wir können nicht immer nur schöne Worte machen, sondern es müssen mehr Taten folgen. Seine Überzeugung muss man gerade dann beweisen, wenn der Druck am stärksten ist. Wer vor der Lobby einknickt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, Bremser zu sein. Mehr
Schwache CO2-Grenzwerte für Pkw: Niederlage für Europas Klimaschutz
Deutsche Politik als Lakai der Autoindustrie
„Deutschland und Europa werden bei ihren Klimaschutzbemühungen unglaubwürdig”, kritisierte Hermann-Josef Vogt vom Bundesvorstand des Verkehrsclub Deutschland (VCD) den heute veröffentlichten Kompromiss der EU-Kommission zur Reduzierung von Treibhausgasen im Straßenverkehr. Danach soll die europäische Autoindustrie den durchschnittlichen CO2-Ausstoß von Neuwagen bis 2012 nicht wie bisher vorgesehen auf 120, sondern lediglich auf 130 Gramm pro Kilometer reduzieren. Weitere zehn Gramm sollen unter anderem über die Einrechnung von Biokraftstoffen eingespart werden.
Vogt: „Bundeskanzlerin Merkel hat maßgeblich zu diesem unsäglichen Kompromiss beigetragen. Mit ihrer jetzigen Politik wird die Bundesregierung in den Augen der europäischen Partner zunehmend zum Lakaien der Autoindustrie. Wir fordern Frau Merkel auf, endlich klimapolitische Vernunft walten zu lassen und mit strengen Vorgaben die Treibhausgase im Verkehr zu senken.”
Dazu gehöre neben strikten CO2-Grenzwerten für die Autohersteller auch ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Laut einer neuen Forsa-Umfrage sprächen sich 60 Prozent der Deutschen für eine Geschwindigkeitsbeschränkung aus, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. Dieser könne durch eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h um zehn Prozent reduziert werden. Darüber hinaus würden durch ein Tempolimit Motoren und z.B. Reifen kleiner und damit leichter. So könnten zusätzlich bis zu 30 Prozent an CO2 eingespart werden.
Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Entscheidend bleibt die Energieeffizienz von Pkw. Die Anrechnung von Biosprit beim CO2-Wert ist dafür nicht zielführend. Sinnvoll hingegen ist die Umstellung der Kfz-Steuer von der unsinnigen Berechnung nach Hubraum auf eine nach dem CO2-Ausstoß bemessene Abgabe. Auch eine transparente Verbrauchskennzeichnung für Pkw gehört zu den national umsetzbaren und wichtigen Maßnahmen.”
Ein gutes Bus- und Bahnangebot, mehr Platz für Fahrräder, spritsparende Autos, mehr Sicherheit für Kinder: So sieht nachhaltige Mobilität für den Verkehrsclub Deutschland aus. Um diese Vision zu verwirklichen, wurde der VCD e.V. 1986 gegründet. Seitdem haben umweltbewusste mobile Menschen eine Alternative zu den herkömmlichen Automobilclubs und die Verkehrspolitik ein ökologisches Korrektiv. Derzeit unterstützen 63000 Mitglieder und Förderer den VCD.
MehrDeutsche Autoindustrie hintertreibt EU-Klimapolitik
Kommissionspräsident Barroso knickt vor Lobbymacht der Autohersteller ein - Deutsche Umwelthilfe: „Deutsche Klimaschutzankündigungen werden zum Rohrkrepierer“ – BMW, VW, DaimlerChrysler und Porsche klagen auch gegen Klimaschutzgesetz in Kalifornien
Berlin, 23. Januar 2007: Die im deutschen Automobilverband VDA zusammengeschlossenen Unternehmen blockieren - gemeinsam mit ihrem Dachverband ACEA - aktiv den Einstieg der EU in eine konkrete Klimaschutzpolitik. Unmittelbar nachdem gestern VDA-Präsident Gottschalk öffentlich verbindliche Klimaschutzmaßnahmen für die deutsche Automobilindustrie abgelehnt hatte, knickte EU-Kommissionspräsident Barroso ein und strich kurzerhand die Pläne zum Klimaschutz in der Automobilindustrie von der Tagesordnung der morgigen EU-Kabinettssitzung.
„Die deutsche EU-Präsidentschaft verliert mit diesem Einknicken der Politik vor den Interessen einiger weniger Industriekonzerne ihre letzte klimapolitische Glaubwürdigkeit.“ Darauf hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) hingewiesen und Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, eine zügige Verabschiedung von verbindlichen Klimaschutzauflagen für die europäische Automobilindustrie durchzusetzen.
„Erst das unsägliche Geschachere mit der EU-Kommission um den nationalen Zuteilungsplan für Treibhausgas-Emissionen, jetzt der maßgeblich vom deutschen Industriekommissar Günter Verheugen und den hiesigen Autoherstellern angeführte Widerstand gegen eine wirksame Eindämmung der Klimagase im Straßenverkehr: Die vollmundige Ankündigung der Bundeskanzlerin, Fortschritte im Klimaschutz zum Schwerpunkt sowohl der deutschen EU-Ratspräsidentschaft als auch ihres G8-Vorsitzes zu machen, endet nach drei Wochen als Rohrkrepierer“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Resch fordert Merkel und Kommissionspräsident José Manuel Barroso auf, die Blockierer im Klimaschutz in die Schranken zu weisen, so wie es Umweltkommissar Dimas mit seinem Strategievorschlag für fixierte CO2-Grenzwerte vorgeschlagen habe.
„Barroso muss wissen, dass sein Kniefall vor den Autoherstellern die eben erst ansatzweise erworbene Glaubwürdigkeit der EU-Kommission im Klimaschutz wieder in Frage stellt und mittelfristig den europäischen Autoherstellern nicht einmal hilft. Auf dem Weltmarkt werden in absehbarer Zeit nur noch solche Fahrzeuge absetzbar sein, die beim Klimaschutz Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sind,“ so Resch.
Der DUH-Bundesgeschäftsführer nannte den vom Präsidenten des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie, Bernd Gottschalk, erneut ins Spiel gebrachten so genannten „integrierten Ansatz“ eine „reine Propagandaformel, die einzig die Tatsache kaschieren soll, dass die Hersteller die zugesagten Klimaschutzversprechen nicht einhalten wollen“. Mit dem „integrierten Ansatz“ versucht die Industrie seit Jahren, die unterlassenen Effizienzfortschritte bei den Kraftfahrzeugen durch Taschenspielertricks wie dem Versuch einer Verrechnung mit dem Anteil von Biokraftstoffen am Sprit zu kaschieren.
Umweltkommissar Dimas hatte das in seiner nun von der Tagesordnung der morgigen Brüsseler Kabinettssitzung abgesetzten Vorlage (www.duh.de) entschieden abgelehnt und erklärt, dass der 140g/km CO2-Zielwert für CO2 in 2008 bzw. 120g/km in 2012 unabhängig von den zusätzlich zu unternehmenden Anstrengungen erreicht werden müsse und eine Verrechnung beider Maßnahmen nicht erfolgen dürfe. Die CO2-Emissionen im Straßenverkehr haben sich – bei insgesamt sinkendem Treibhausgasausstoß in der EU – seit 1990 dramatisch um 26 Prozent erhöht.
Resch erinnert daran, dass sich die deutschen Hersteller BMW, Volkswagen, DaimlerChrysler und Porsche auch in den USA auf eine Anti-Klimaschutz-Position festgelegt haben. In Kalifornien klagen sie (gemeinsam mit amerikanischen Autoherstellern) gegen die von Gouverneur Arnold Schwarzenegger im dortigen Klimaschutzgesetz AB 1493 fixierten Begrenzungen des Spritverbrauchs von Neuwagen, und zwar mit dem absurden Argument, Kohlendioxid sei nicht als „Luftschadstoff“ einzustufen.
Die DUH hatte erst gestern, am 22.1.2007 ein „Sofortprogramm zur Minderung der Klimagas-Emissionen von Pkw“ (www.duh.de) vorgelegt, in dem unter anderem verbindliche Verbrauchsobergrenzen für Pkw und die Abschaffung der Subventionen für Dienstwagen mit hohem Spritverbrauch gefordert werden. Für Rückfragen:
MehrStrategiepapier der EU-Kommission - Autobauer sollen CO2-Ausstoß begrenzen
Die Europäische Kommission hat erstmals einen verbindlichen Grenzwert für den Ausstoß von Kohlendioxid bei Autos vorgeschlagen. Das jetzt vorliegende Strategiepapier ist allerdings eine entschärfte Version dessen, was EU-Umweltkommissar Stavros Dimas eigentlich durchsetzen wollte. Auf Druck der Bundesregierung und der Autohersteller wurde die Obergrenze aber von 120 auf 130 Gramm CO2 pro Kilometer nach oben gesetzt.
Zwar hält Brüssel weiterhin daran fest, dass der Ausstoß von Neuwagen bis 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer sinken muss. Tatsächlich sollen die Hersteller die CO2-Emissionen über eine verbesserte Motortechnik aber nur auf 130 Gramm drücken. Die übrigen zehn Gramm sollen unter anderem durch die Anrechnung von Biosprit gemindert werden. Mehr
Streit ums Gramm
Zweimal wurde der Vorschlag verschoben, heute nun will die EU-Kommission Stellung beziehen: Ihr "Strategiepapier" zur Reduzierung der CO2-Emissionen von Personenwagen, über das seit Wochen spekuliert und gestritten wird, steht auf der Tagesordnung. Wer hat sich durchgesetzt? Mehr
Streit um Autoabgase
Seit Wochen streiten sich die EU-Kommission sowie Autohersteller und Bundesregierung um das Vorgehen gegen klimaschädliche Autoabgase. Jetzt zeichnet sich ein Entgegenkommen der EU ab: Umweltkommissar Stavros Dimas geht auf die Wünsche der Autoindustrie ein. Mehr
Eine Kanzlerin mit Pferdestärken
Im März 1998 hatte die europäische Autoindustrie die Zusage gemacht, die sie nun nicht einhalten kann: Den CO2-Ausstoß ihrer Pkw bis zum Jahr 2008 im Flottendurchschnitt auf 140 Gramm pro Kilometer zu begrenzen. "So weit, so nicht gut" , sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Europatag der Deutschen Wirtschaft und fand es nach diesem Scheitern der Selbstverpflichtung dennoch "unmöglich, dass wir jetzt eine generelle Verpflichtung machen, dass bei allen Autos unbeschadet des Segments, in dem sie produziert werden, die gleichen Maßstäbe einzuhalten sind".
Mit aller Kraft und Energie, so die Kanzlerin, werde sie entsprechende Pläne der EU-Kommission zu verhindern versuchen. Seltsam nur, dass es diese Pläne gar nicht gibt, gegen die Merkel und die Autoindustrie unterstützt von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) so vehement zu Felde ziehen. Denn in dem Strategiepapier der Kommission ist lediglich vom Durchschnitt der europäischen Neuwagenflotte die Rede, der bis 2012 auf einen CO2-Ausstoß von 120 Gramm pro Kilometer gesenkt werden soll. Durchschnitt aber heißt, einige dürfen mehr und einige weniger Treibhausgas in die Luft blasen. Welche Kriterien dafür wie und auf welche Fahrzeuge angewendet werden könnten, steht gar nicht zur Debatte. Mehr
So können Autofahrer den CO2-Ausstoß verringern
Autofahrer können mit einer sparsamen Fahrweise sowie mit der richtigen Modellwahl schon beim Autokauf ihren Teil zum Klimaschutz beitragen. "Man kann als Einzelner sehr viel erreichen", sagte Almut Gaude vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Dies gelte selbst dann, wenn es sich beim eigenen Auto um ein Modell mit höherem Spritverbrauch handelt, das mehr Kohlendioxid (CO2) ausstößt als es die jetzt diskutierten EU-Grenzwerte vorsehen.
In der kommenden Woche wird die EU den Autoherstellern voraussichtlich mehr Klimaschutz verordnen. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas will aus Klimaschutzgründen für Neuwagen bis zum Jahr 2012 eine durchschnittliche Höchstgrenze von 120 Gramm CO2 pro Kilometer durchsetzen. Heute sprach sich auch Ex-Umweltminister Klaus Töpfer (CDU) für Dimas' Plan aus, da die Selbstverpflichtung wenig bewirkt habe. Mehr
Das Kartell der Verweigerer
Der US-Präsident sagt es, die deutsche Bundeskanzlerin sagt es, und selbst die zuletzt beim Weltwirtschaftsforum in Davos versammelten Top-Manager sind sich darin einig – die Abwendung einer katastrophalen Störung des irdischen Klimasystems ist zur „Überlebensfrage“ der Menschheit geworden. So deutlich hat es Angela Merkel ausdrückt. Und wenn heute in Paris der Weltklimarat der Vereinten Nationen zusammentritt, dann werden die 500 versammelten Wissenschaftler einmal mehr eine klare Aussage treffen: Nur eine schnelle Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen kann verhindern, dass einige hundert Millionen Menschen in den kommenden Jahrzehnten das Opfer von Dürre, Flut und Vertreibung werden.
So ist der Klimaschutz endlich da angekommen, wo er hingehört, im Zentrum der Weltpolitik und ganz oben auf der Agenda der Mächtigen. Doch so beruhigend dieser Umstand ist, so erschütternd ist, was daraus derzeit in der Europäischen Union an praktischer Politik erwächst. Da bemüht sich die EU-Kommission ein überzeugendes Konzept für eine „Energierevolution“ zu entwickeln und fordert die strikte Senkung der Emissionsgrenzen in Industrie und Verkehr. Doch ausgerechnet die deutsche Bundesregierung stellt sich an die Spitze eines Kartells der Verweigerer aus Autoindustrie und Stromproduzenten, um das Vorhaben zu sabotieren. Mehr
Aufschub für die S-Klasse
Der Streit beginnt, ganz klassisch, mit einem gebrochenen Versprechen. 1999 gelobten Europas Autohersteller, die Abgase ihrer Neuwagen bis Ende nächsten Jahres deutlich zu reduzieren.
Schon heute lässt sich absehen, dass sie dieses Ziel deutlich verfehlen werden. Deshalb will ihnen EU-Umweltkommissar Stavros Dimas nicht mehr gestatten, Klimaschutz per freiwilliger Selbstverpflichtung zu betreiben. Er schlägt ein Gesetz vor - quasi eine Zwangsmaßnahme für saubere Luft.
Binnen weniger Tage hat sich daraus ein typischer Großkonflikt zwischen Ökologie und Ökonomie entwickelt. Dimas gefährde allein bei DaimlerChrysler 65.000 Arbeitsplätze, behauptet dessen Betriebsratsvorsitzender, Erich Klemm. Mehr
EU-Kommission weist Kritik deutscher Autobauer zurück
Brüssel - Im Streit über mehr Klimaschutz im Straßenverkehr hat die EU-Kommission der deutschen Autoindustrie eine Verweigerungshaltung vorgeworfen. Angesichts der globalen Erwärmung könne man "den Kopf nicht in den Sand stecken", sagte heute EU-Kommissionssprecher Johannes Laitenberger. Die Kommission halte an dem Ziel fest, den Treibhausgas-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2012 um ein Viertel zu reduzieren.
Die Chefs der fünf großen deutschen Automobilhersteller BMW, Opel, Volkswagen, DaimlerChrysler und Ford hatten in einem gestern veröffentlichten Schreiben an die EU-Kommission vor "schwersten Verwerfungen in der Automobil- und Zulieferindustrie" und vor dem Verlust Zehntausender Jobs gewarnt, falls Brüssel den Grenzwert für den Kohlendioxid-Ausstoß tatsächlich auf 120 Gramm pro gefahrenem Kilometer festsetzen sollte. Mehr
Europaparlament fordert erneut CO2-Limits für Pkw erst ab 2015
Zum Schutz der europäischen Autohersteller sollen CO2-Emissionsgrenzwerte für Pkw in der EU nicht vor 2015 verbindlich festgelegt werden. Das hat das Europäische Parlament am Dienstag erneut mit großer Mehrheit gefordert. Die Abgeordneten unterstützten einen Resolutionsentwurf des FDP-Abgeordneten Jorgo Chatzimarkakis zu dem Bericht der Expertengruppe Cars 21, in der gefordert wird, die "reelle Marktlage" in der EU zu berücksichtigen und der Kfz-Branche keine "unrealistischen" Zielvorgaben aufzubürden. Mehr
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Netzzeitung.de, 05.02.2008
DIE WELT, 16.08.2007
Spritfresser, 04.03.2008
